Luftverkehr

Das Swissair-Debakel hat das Selbstverständnis unseres Landes erschüttert. Bei dieser grössten Firmenpleite in der Schweiz sind enorme Werte vernichtet worden. Tausende von Arbeitnehmenden waren betroffen. Aber auch unser Image hat Schaden genommen.

Der Bund war in verschiedenen Funktionen involviert, so als Aktionär und als Aufsichtsbehörde über die Luftfahrtssicherheit sowie der Bundesrat als Krisenmanager. Die GPK-S hat die Rolle des Bundes rund um das Swissair-Debakel eingehend untersucht und ihre Schlussfolgerungen in einem Bericht festgehalten »02.063 Die Rolle von Bundesrat und Bundesverwaltung im Zusammenhang mit der Swissair-Krise

„Safety First“ heisst nun das Schlagwort bei der Luftfahrtssicherheit. Die Schweiz muss einen im europäischen Vergleich überdurchschnittlichen Sicherheitsstandart anstreben. Mit der Reorganisation des BAZL und der Verstärkung der Aufsicht wurde ein wichtiger Schritt getan. Aber das ganze System der Luftverkehrssicherheit ist immer noch eine grosse Herausforderung. Dazu gehört auch eine gute Positionierung der Skyguide im „European Single Sky“.

Schlussendlich drängt sich die Totalrevision des Luftfahrtsgesetzes auf. Denn das heutige Luftfahrtsgesetz ist für die Bewältigung der künftigen Herausforderungen nicht mehr tauglich. Unser aktuelles Regelwerk stammt aus einer Zeit, in der die Zivilluftfahrt hochgradig monopolisiert war und es trägt dem heute völlig veränderten Umfeld der Luftfahrt keine Rechnung mehr.

 
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